Bergtour zum Hohen Tenn und zur Gleiwitzerhütte

Bergtour zur Gleiwitzerhütte und auf den Hohen Tenn - eine Bergtour für Spezialisten ins Herz der Hohen Tauern.

Bergtour auf den Hohen Tenn und zur Gleiwitzer Hütte © Mairitsch

Der “Tenn” ist eine tolle Sache. Einfach gesagt, “der macht sich nicht von selbst”. Wir empfehlen den Hohen Tenn als Zweitagestour in Angriff zu nehmen. Bei dieser Tour hat man wirklich viele Möglichkeiten. Entweder man unternimmt die Tour ausgehend vom Kaprun mit Übernachtung auf der Gleiwitzerhütte und mit Ziel Fürthermoar Alm oder man übernachtet davor in der Fürthermoar Alm und steigt nach dem Gipfel zur Gleiwitzerhütte ab. In jedem Fall ist diese Tour eine echte Herausforderung und verlangt nach guter Technik und Kondition.

Der Weg auf den Hohen Tenn über die Gleiwitzer Hütte

Wir beginnen unsere Tour bei den Gletscherbahnen Kaprun und folgen vorerst dem Weg zur Brandlscharte und dem Imbachhorn (2.470 m). Wer das Imbachhorn besteigt, kehrt danach wieder zur Brandlscharte zurück und erreicht von dort durch die Nordwestflanke des Rettenzinks die Gleiwitzerhütte - unserer Übernachtungsstation. Am Tag danach starten wir über den Gleiwitzer Höhenweg in das Ochsenkar. Sehr ausgesetzt mit Seilsicherung erreichen wir das Hintere Spitzbrett über die Jägerscharte. Wir steigen die Westflanke des Kempsenspitzes hoch und folgen ab dort dem Wegweiser “Hoher Tenn”.

Ein Seil-versicherter, steiler Grat führt hinab zum Hirzbachtörl und ab dort den Rücken entlang zum “Kleinen Tenn” (3.158 m). Die steile Nordflanke wird Seil-versichert überklettert und geht danach in den mittelsteilen Rücken zum Schneetenn (3.317 m) über. Für den Rückweg nehmen wir den einfacheren Weg direkt zum Stausee Mooserboden. Wir gehen über den Kleinen Tenn und den Bauernbrachkopf zurück zum Kempsenkopf. Von dort führt ein teils versicherter Steig in die Bratschenflanke und danach technisch einfach ca. 1.000 hm hinab zum Stausee. Von dort nehmen wir den Bus zur Haltestelle Fürthermoar Alm, wo eine tolle Einkehr auf unsere müden Bergsteigerbeine wartet. Danach übernachten wir entweder auf der Alm oder setzen die Busfahrt fort bis zum Gashaus Kesselfall.

Streckenlänge
28 km
Gehtzeit:
15 h 00 min
HM Aufstieg
3.200 m / 2.100 m
Höhenmeter Abstieg
2.100 m / 3.200 m
Kondition:
Konditionell sehr anspruchsvolle Tour - verlang Erfahrung und Ausdauer
Technik:
Technisch schwer. Ausgesetzte Stellen und Kletterpassagen
Ausgesetzte Stellen:
Ja, Kletterstellen bis Grat C, Erfahrung und Trittsicherheit sind erforderlich
Exposition:
Nordwest

Wichtig: nicht vergessen

  • Festes Bergschuhwerk
  • Wetterschutzkleidung
  • Warme Wechselkleidung
  • Haube und Handschuhe (auch im Sommer)
  • Sonnenbrille
  • Sonnenschutz für die Haut
  • Ausreichend Proviant und Flüssigkeit
  • Wetterbericht und Prognose
  • Kletterausrüstung, Seil und viel Erfahrung
  • Kartenmaterial und Toureninformation
  • Mobiltelefon, Fotoapparat, Feldstecher
  • WICHTIGE INFO: die letzte Bergfahrt mit den Shuttlebussen startet pünktlich um 15:30 Uhr.
  • Der letzte Bus fährt um ca. 17:00 Uhr

Fürthermoar Tipp

Die hier beschriebene Tour über den Hohen Tenn ist nichts für Anfänger. Es sind eine gehörige Portion Trittsicherheit, Kondition und Bergerfahrung notwendig, um auf dieser Tour Spaß zu haben. Wer sich drauf einlässt, erlebt das Hochgebirge hautnah und gewaltig. Optional können Sie auch am Vortag zur Fürthermoar Alm anreisen und die Nacht bei uns verbringen. Sie werden kann um 5:00 Uhr früh mit dem Shuttle Mooserboden gebracht, wo Sie die Einstiegsstelle des Max-Hirschl-Steiges finden. Wie Sie es auch anlegen - egal in welche Richtung - der Hohe Tenn ist eine gewaltige Tour und eine Einkehr in der Fürthermoar Alm ist obligatorisch - den Genuss haben Sie sich nach der Bergtour verdient.

Das Team der Fürthermoar Alm freut sich darauf, Sie als seine Gäste zu begrüßen