Bergtour auf das Wiesbachhorn

Bergtour auf das Wiesbachhorn über das atemberaubend gelegene Heinrich-Schwaiger-Haus im Nationalpark Hohe Tauern.

Bergtour auf das Wiesbachhorn © Mairitsch

Die Bergtour auf das große Wiesbachhorn ist ein Klassiker und galt lange Zeit als eine schwierige Aufgabe. Unterschätzt darf der Anstieg nach wie vor nicht werden, durch den Rückgang des Gletschers, hat sich der Aufstieg aber maßgeblich verändert - im Hochsommer sind meist keine Steigeisen mehr nötig. Einziges wirkliches Nadelöhr bleibt der steile Kamin zwischen dem Heinrich-Schwaiger-Haus und dem Kaindlgrat.

 Der Weg auf das Wiesbachhorn

Die Anreise zum Ausgangspunkt erfolgt mit dem Shuttlebus vom Gasthaus Kesselfall. Von der Endstation steigen wir zum Stausee Mooserboden auf und überqueren die gewaltige Staumauer. Dahinter kann man den Zick-Zack-Weg zum Heinrich-Schwaiger-Haus schon erkennen. In vielen Serpentinen geht es bis auf 2.802 m, wo das Schutzhaus zu einer kurzen Rast einlädt. Gleich dahinter folgt der Weg in östlicher Richtung durch den markanten Kamin, der mit Sicherungen versehen ist. Danach steigen wir weiter steil bis zum Kaindlgrat, den man beim Unteren Fochezkopf erreicht. Ab dem Grat folgen wir der steilen West-Flanke zum Gipfelgrat des Großen Wiesbachhorns. Hier muss man im Frühling mit teilst vereisten Firnfeldern rechnen. Den Abstieg meistern wie auf gleichem Weg, wie den Aufstieg.

Streckenlänge
12 km
Gehtzeit:
7 h 30 min
HM Aufstieg
1.530 m
Höhenmeter Abstieg
1.530 m
Kondition:
Konditionell anspruchsvolle Tour im Hochgebirge - lang und steil
Technik:
Bis zum Schwaiger Haus einfach, Kamin anspruchsvoll, Gipfelaufbau ausgesetzt
Ausgesetzte Stellen:
Ja, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Vorraussetzungen
Exposition:
Nordwest

Wichtig: nicht vergessen

  • Festes Bergschuhwerk
  • Wetterschutzkleidung
  • Warme Wechselkleidung
  • Haube und Handschuhe (auch im Sommer)
  • Sonnenbrille
  • Sonnenschutz für die Haut
  • Ausreichend Proviant und Flüssigkeit
  • Wetterbericht und Prognose
  • außer im Hochsommer - Eispickel und Steigeisen
  • ev. Kletterausrüstung für die Sicherungen im Kamin
  • Kartenmaterial und Toureninformation
  • Mobiltelefon, Fotoapparat, Feldstecher
  • WICHTIGE INFO: die letzte Bergfahrt mit den Shuttlebussen startet pünktlich um 15:30 Uhr.
  • Der letzte Bus fährt um ca. 17:00 Uhr

Fürthermoar Tipp

Das Wiesbachhorn ist einer der schönsten und beeindruckendsten Gipfel der Ostalpen. Nicht der höchste Gipfel in Österreich, dafür mit einer atemberaubenden Aussicht auf den höchsten, den Großglockner. Nehmen Sie sich Zeit für diesen Berg und genießen Sie das herrliche Panorama und den tollen Aufstieg über den Kaindlgrat. Nach dem Abstieg sollten Sie eine Einkehr in der Fürthermoar Alm einplanen. Wir verwöhnen Ihren leeren Magen mit hausgemachten Köstlichkeiten und Ihre trockene Kehle mit kühlen Erfrischungen. Der letzte Shuttlebus hinunter zum Kesselfall fährt um ca. 17:00 Uhr - machen Sie sich keinen Zeitdruck und bleiben Sie doch über Nacht auf der Fürthermoar Alm. Sie werden herrlich schlafen und von einer tollen Bergtour träumen.

Optional können Sie das auch umgekehrt angehen. Wandern Sie doch ganz entspannt am Vorabend schon vom Kesselfall zur Fürthermoar Alm. Der Anstieg ist nicht allzu schwierig, dafür umso schöner - er führt Sie durch einen tollen Urwald im hinteresten Winkl von Kaprun. Nach ca. 2,5 h erreichne Sie die Fürhtermoar Alm und werden herrlich schlafen. Am nächsten Morgen brauchen Sie nicht auf den ersten Bus warten, der Sie zum Moosserboden bringt, Toni von der Fürthermoar Alm bringt Sie bereits am 5:00 Uhr früh zum Mooserboden und Sie genießen einen entscheidenden Zeitvorteil bei Ihrer Tour auf das Wiesbachhorn.

Das Team der Fürthermoar Alm freut sich darauf, Sie als seine Gäste zu begrüßen